Ehrenamt fördern mit System

BIETEN.SUCHEN.GEWINNEN

In unseren Kirchengemeinden gibt es viele ehrenamtliche Mitarbeitende. Sie sind ein reicher Schatz unserer Kirche, den wir pflegen wollen.

Es gibt aber auch viele Fragen um das Ehrenamt. Was hat sich in den letzten Jahren alles geändert? Jahreslanges Engagement tritt zurück. Für kurze Projektzeiten lassen sich dagegen viele Menschen motivieren. Was heißt dies für unsere Arbeit? Menschen wollen gerne ihre Fähigkeiten, die sie auch im Beruf erworben haben, einbringen. Wir versuchen oft die Lücken in der Gemeindearbeit zu füllen, ohne auf das Angebot der Begabungen zu achten. Hier besteht eine Diskrepanz. Lässt sich beides zusammenbringen?

Über diese Fragen haben wir im Projekt "Ehrenamt fördern mit System " nachgedacht. Wir setzten an konkreten Aufgaben unserer Gemeinden an und haben mit diesem Projekt Hilfen angeboten.

Innerhalb des Projekts wurden verschiedene Themenabende angeboten. Nähere Infos finden Sie auf der Seite "Themenabende".

 

 

Abschlussfest "Ehrenamt fördern mit System"

Sie konnte erzählen vom Strick-Kreis, der jetzt „Wollust“ heißt oder vom früheren Seniorenclub, heute „Graue Staren“, weil sie in allen denkbaren Bereichen von der Krabbelgruppe bis zum Kirchengemeinderat bereits aktiv dabei war: Die Clownin Frau Seibold, Adele alias Frau Dr. Gisela Matthiae brachte ihre ehren- und hauptamtlichen Zuhörer zum Lachen und hielt zugleich ihrer Kirche einen Spiegel vor. Das tat gut.

Und gut tun sollte dieser Samstagvormittag im Martin-Luther-Haus in Schorndorf. Vor allem den vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die aus den Bezirksgemeinden da waren. Der Abschluss des Projekts „Ehrenamt fördern mit System“ sollte ein Fest sein und nicht schon wieder „Arbeit“. Und das ist gelungen: Es gab ein reichhaltiges Frühstück (von Ehrenamtlichen vorbereitet) und Gelegenheit zum Gespräch, es gab die sehr anregenden Impulse von Frau Adele Seibold, ein kurzes und knackiges Referat von Pfarrer Dr. Martin Stober zur Motivation von Ehrenamtlichen, in der Kirche mitzumachen und es gab einen kurzweiligen Überblick über die 17 Projekte, die im Kirchenbezirk Schorndorf angestoßen wurden. Da der Wunsch, in Kaisersbach einen Jugendkreis aufzubauen. Oder in Alfdorf einen Besuchsdienst zu gründen. Einen Krankenpflegeförderverein auf moderne Weise umzugestalten, vielleicht mit dem Ziel einer Demenzbetreuungsgruppe. Oder das Projekt, die Pfarramtssekretärin zu entlasten, indem Ehrenamtliche ihr bestimmte Arbeiten abnehmen. Und hinter all diesen Projekten der Versuch, Ehrenamtliche „mit System“ zu gewinnen und zu fördern, so dass ihre Arbeit sinnvoll ist und zugleich Freude macht.

Im Foyer konnten die Besucher die einzelnen Projekte in Wort und Bild anschauen und es kam zu angeregten Diskussionen. Im Saal wurden Mitwirkende interviewt und berichteten von Erfolgen und Misserfolgen. Schließlich wurde vor allem denen gedankt, die ein Projekt begleitet haben und zum Schluss dankte Dekan Teich Frau Heike Frauenknecht vom Evangelischen Kreisbildungswerk, die das ganze Projekt und auch dieses Abschlussfest organisiert und auf die Beine gestellt hat. Sie habe den Ton im Kirchenbezirk Schorndorf bei ihrer Arbeit immer sehr genau gehört und getroffen, so der Dekan.

Pfarrer Johannes Schleuning


Die Dokumentation "Ehrenamt fördern im Kirchenbezirk Schorndorf" finden Sie hier.