Leitung des Kirchenbezirks durch die Bezirkssynode und Ausschüsse

Die Kirchenbezirkssynode,
der Kirchenbezirksausschuss (KBA)
und der Dekan
leiten gemeinsam den Kirchenbezirk.

Kirchenbezirkssynode

Der Bezirkssynode gehören die von den Kirchengemeinden gewählten Synodalen an: Kirchengemeinden bis zu 2000 Mitgliedern wählen ein Mitglied, Gemeinden bis 4000 Gemeindegliedern zwei Mitglieder und Gemeinden über 4000 Gemeindegliedern drei Mitglieder. Außerdem gehören zur Bezirkssynode der Dekan, der Schuldekan, die Pfarrerinnen und Pfarrer des Kirchenbezirks und der Kirchenbezirksrechner.
Die Kirchenbezirkssynode tritt zwei Mal im Jahr zusammen und berät über die gemeinsamen Angelegenheiten des Kirchenbezirks. Neben Entscheidungen über die Finanzen geht es um die inhaltliche Ausrichtung des Kirchenbezirks. Dekan und Schuldekan berichten regelmäßig über die Situation kirchlicher Arbeit. Zusätzlich finden auch Sondersynoden zu einzelnen Themen statt.

Da die Kirchenbezirkssynode mit fast 100 Mitgliedern die laufenden Geschäfte des Kirchenbezirks nicht führen kann, wählt sie aus ihrer Mitte den Kirchenbezirksausschuss (KBA).

Kirchenbezirksausschuss (KBA)
Der Kirchenbezirksausschuss tagt in der Regel monatlich. Ihm gehören 16 Mitglieder an.

Aus der Fülle seiner Aufgaben sind hier die wichtigsten genannt:

  • Der Kirchenbezirksausschuss entscheidet über die Wiederbesetzung von Personalstellen in den Kirchengemeinden und im Kirchenbezirk.
  • Er genehmigt die Haushaltspläne und entscheidet über Zuweisungen für Baumaßnahmen in den Kirchengemeinden.
  • Er bereitet die Kirchenbezirkssynode vor.

 

 

 

Die Kirchenbezirkssynode tagt.

Konstituierende Sitzung der Bezirkssynode nach den Kirchenwahlen

 

Die erste Sitzung der Bezirkssynode nach der Kirchenwahl im Dezember 2013 fand in der neuen Zusammensetzung am Freitag, 21. Februar 2014 statt.

Die Synode wude mit einem Gottesdienst in der Stadtkirche eröffnet. In diesem Gottesdienst wurde der alte Kirchenbezirksausschuss verabschiedet, Frau Gitta Klein erhielt die Johannes-Brenz-Medaille, Prädikant Siegfried Börnert wurde nach 23 Jahren Prädikantendienst in den Ruhestand verabschiedet, Prädikantin Martina Schrag aus Rudersberg wurde zum Prädikantendienst beauftragt und Diakonin Petra Rall erhielt die Ermächtigung zu Abendmahlsfeiern.

Bei der anschließenden Sitzung im Martin-Luther-Haus sprach Oberbürgermeister Klopfer ein Grußwort, Pfarrer Wolfgang Kurse informierte über den Kirchentag. Dann gings mit der umfangreichen Tagesordnung weiter. Vor den Wahlen der Gremien und verschiedenen Ausschüsse stand eine Änderung der Bezirkssatzung auf der Tagesordnung. Anschließend begann der Wahlmarathon mit Zuwahlen, der Wahl der Schriftführer und der Wahl des ersten Vorsitzenden der Synode.

Zum ersten Vorsitzenden wurde der Schorndorfer Matthias Eisenhardt von der Stadtkirchengemeinde gewählt. Der scheidende Vorsitzende Joachim von Lübtow übergab seinem Nachfolger das Amt mit den besten Wünschen und einem Segenswort.

 

 

Vorsitzende der Bezirkssynode sind:

 1. Vorsitzender
Matthias Eisenhardt
Ludwigstr. 26
73614 Schorndorf
Tel.: 07181 5255
E-Mail: matthias.eisenhardtdontospamme@gowaway.gmx.de

2. Vorsitzende
Dekanin Dr. Juliane Baur
Kontaktdaten siehe Dekanatamt

"Ohne Überforderung Pfarrer sein"

Bezirkssynode im April: Der Kirchenbezirk macht sich auf den Weg, den Pfarrplan bis 2030 umzusetzen

„Der Weg wird nicht einfach sein, aber ich halte ihn für richtig“, sagt Dekanin Baur. Ein Weg auf dem Juliane Baur die Synodalen mitnehmen möchte, die Pfarrerinnen und Pfarrer, die Gemeindeglieder. Ein Weg, der bekannt ist unter den Stichworten Pfarrplan 2024 und 2030 und mit dem die meisten Gemeinden Kürzungen und Abschiede verbinden. Kein Wunder, denn es sollen Pfarrstellen reduziert werden – rund neun Stellen bis 2030, von den gegenwärtig 31,25 Stellen werden voraussichtlich 22,25 übrigbleiben. Das ist keine offizielle, aber eine realistische Zahl. Und eine Zahl, in der Baur nicht nur den Verlust sehen möchte, sondern die Chancen, die diese Veränderungen mit sich bringen. Etwa, weil sich Gemeinden auf ihre eigenen Stärken besinnen und der Blick zukünftig über den eigenen Kirchturm hinausgeht, weil sie sich mehr als Teil eines solidarischen Ganzen verstehen.

Angedacht ist die Zusammenfassung mehrerer Gemeinden zu einem Distrikt, dem wiederum ein Team von mindestens vier Pfarrerinnen und Pfarrern zugeordnet wird. Dabei kämen auf jeden Pfarrer rund 2000 Gemeindeglieder. „Größere Einheiten also, aber trotzdem so, dass es innerhalb dieser größeren Einheiten Einzelgemeinden oder Bereiche gibt, die überschaubar sind und bleiben“, sagt die Dekanin auf der Bezirkssynode. Damit dies nicht nur ein frommer Wunsch ist, existieren hierfür Eckpunkte: In jedem Ort gibt es ein Gebäude, das mit Kirche identifiziert werden kann – ebenso wie Menschen, die für die Kirche stehen. Das muss nicht die Pfarrerin sein, sondern könnte der Diakon, die Kirchenmusikerin o. a. sein. Aber ohne Einschnitte wird es nicht abgehen, auch die Zahl der Gottesdienste muss reduziert werden – jedoch so, dass für jeden weiterhin Gottesdienste in einer bunten Vielfalt erreichbar bleiben.

Nun rollt der Ball ins Feld der Kirchengemeinden. Denn die vorgeschlagenen Distrikte – etwas die Fusion von Grunbach, Geradstetten, Hebsack mit Hößlinswart und Steinach – sind eben nur Vorschläge. Jetzt müssen die Gemeinden bis Ende September prüfen, was sie von den Vorschlägen halten. Und auch, was innerhalb der größeren Einheit charakteristisch, das je Eigene der Gemeinde ist, und welche Formen der Zusammenarbeit sie favorisieren.

Insgesamt wurde der Zeitplan ein wenig gelockert. Für die endgültige Entscheidungsfindung hat der Strukturausschuss nun bis März 2018 Zeit. Das „Wie“ kann gestaltet werden, nicht jedoch das „Was“. Der demografische Wandel macht auch vor der Kirche nicht Halt: Hat der Kirchenbezirk jetzt noch 52.545 Gemeindeglieder, werden es 2030 voraussichtlich 43.624 sein. Darauf muss die Kirche reagieren und sie tut dies mit dem Pfarrplan und mit einem Ziel vor Augen: „Das Ziel, dass selbstbewusste Kirchengemeinden Kirche vor Ort leben und dass Pfarrerinnen und Pfarrer Dienstaufträge haben, die nicht überfordern und sie mit bleibender Freude ihren Dienst ausüben lassen“, so Dekanin Baur.